Die Stammfiguren des Hauses Aad Fock
Elf Generationen tragen den Namen. Vier davon haben Geschichten hinterlassen, die anderen Namen und Jahreszahlen. Hier die vier.
Adriaan „Aad“ Focke, der Erste
1636 bis 1698 · Tugend: Alle drei. Er ist die Gründungsfigur.
Geboren in Friedrichstadt als Sohn holländischer Eltern, Eiderschiffer und Aalhändler. Im Herbst 1666 strandete er mit zerrissenem Großsegel an der Grönsfurt bei Fockbek, am Tag darauf sah er zu, wie das Dorf einen Aal ertränken wollte, und der Aal schwamm davon. Was Adriaan in den Tagen danach tat, steht in der ersten Geschichte der Fockbeker Blätter. Die Bauerschaft gab ihm im Frühjahr 1667 den Namen Aad Fock.
Er baute in Fockbek den Aalhandel auf, der bis Rendsburg und Kiel lieferte, heiratete im Dorf und blieb dort bis zu seinem Tod. Er liegt auf dem Fockbeker Friedhof. Der Grabstein ist verschollen, nur der Wahlspruch ist überliefert, der darauf gestanden haben soll.
Wiebke Aad Fock
1712 bis 1781 · Tugend: Loyalität.
Enkelin Adriaans und die erste Frau, die den Namen führte. Ihr älterer Bruder wollte ihn nicht, und sie nahm ihn 1740. Damit begründete sie die Regel, die bis heute gilt: Der Name geht an das älteste Kind, das ihn annehmen will, nicht an den ältesten Sohn.
Sie hielt Hof und Handel durch zwei Eiderhochwasser und einen dänischen Zollstreit. Als man ihr 1751 riet, den Handel aufzugeben und nach Rendsburg zu ziehen, antwortete sie mit dem Satz, der in der Familie seither für Loyalität steht: Ik gah nich, ik bün de Aadfock. Ich gehe nicht, ich bin der Aadfock.
Claus Aad Fock
1799 bis 1866 · Tugend: Unternehmensdrang.
Lieferte in den 1830er Jahren Holz und Findlinge für den Ausbau des Eiderkanals und spekulierte früh auf den Kanal, der später als Nord-Ostsee-Kanal gebaut wurde. Verlor zweimal alles und baute es dreimal auf.
Von ihm stammt die „Fockbeker Rechnung“: eine Rechnung, deren letzte Zeile immer ein Witz ist, damit der Kunde bis zum Ende liest. Mehrere Beispiele sind in den Fockbeker Blättern erhalten, und mindestens eines davon wurde bezahlt.
Grete Aad Fock
1888 bis 1974 · Tugend: Witz.
Wirtin des Gasthofs „Zur Fock“ in Fockbek und Chronistin des Hauses. Zwischen 1920 und 1970 schrieb sie die Fockbeker Blätter, ein privates Manuskript in Heften, in dem sie die Familiengeschichten so festhielt, wie ihr Großvater Peter sie erzählt hatte, und Peter hatte sie von seinem Vater Claus.
Die Blätter blieben in Familienbesitz und wurden nie gedruckt. Warum nicht, erzählt eine der Geschichten selbst. 2026 wurden sie erstmals digital aufbereitet, und eine Auswahl erscheint hier.
Hagen Aad Fock
Elfte Generation
Träger des Namens in der elften Generation. Lebt in Österreich. Hat die Fockbeker Blätter digitalisiert und gibt sie in Auswahl heraus. Mehr steht über ihn in dieser Chronik nicht, und das ist Absicht: Die Chronik handelt von denen, die vor ihm kamen.
Die Generationenfolge
| Generation | Name | Geboren |
|---|---|---|
| 1 | Adriaan „Aad“ Focke | 1636 |
| 2 | Hinrich Aad Fock | 1668 |
| 3 | Wiebke Aad Fock | 1712 |
| 4 | Jürgen Aad Fock | 1745 |
| 5 | Anna Aad Fock | 1771 |
| 6 | Claus Aad Fock | 1799 |
| 7 | Peter Aad Fock | 1834 |
| 8 | Grete Aad Fock | 1888 |
| 9 | Hans Aad Fock | 1922 |
| 10 | ungenannt | |
| 11 | Hagen Aad Fock |