Wappen des Hauses Aad FockAad FockChronik eines Ehrennamens aus Fockbek

Die Schauplätze

Die Karte zeigt die echten Schauplätze dieser Chronik in schematischer Lage.

Schematische Karte der Eider von Kiel bis zur Nordsee mit Fockbek, Rendsburg und FriedrichstadtNordseeOstseeTönningFriedrichstadtHusumFockbekRendsburgKielGrönsfurtEider durchgezogen, Nord-Ostsee-Kanal gestrichelt. Schematisch, nicht maßstäblich.

Die Grönsfurt

Die Grönsfurt ist eine alte Furt an der Eider bei Fockbek. Im Jahr 811 war sie Verhandlungsort zwischen Franken und Dänen. Heute gehören ein Gedenkstein und Binnendünen zu diesem Ort. In der Überlieferung setzte hier Adriaans Boot 1666 nach dem Weststurm auf.

Gedenkstein an der Grönsfurt bei Fockbek mit der Inschrift zu den Friedensverhandlungen 811 und 813
Foto: Mef.ellingen, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.

Der Fockbeker See

Der Fockbeker See, auch Armensee genannt, ist ein kleiner Binnensee im Gemeindegebiet. Er hat keinen Anschluss für Schiffe. An seinem Ufer hält die Überlieferung im Jahr 1666 das Gericht über den Aal. Adriaans Boot gelangte nie hierher, sondern setzte an der Grönsfurt auf.

Der Fockbeker See unter Wolken, von einem Wiesenufer aus gesehen
Foto: DTDSR, Wikimedia Commons, CC BY 2.0.

Fockbek

Fockbek ist ein Dorf am Nordufer der Untereider westlich von Rendsburg und gehört zum Kreis Rendsburg-Eckernförde. Als Fokabikre wurde es 1196 erstmals erwähnt. Von 1910 bis 1974 hatte der Ort einen Bahnhof an der Strecke Rendsburg–Husum. Wellenbalken, Hering und Aal im Gemeindewappen erinnern an die Sage vom Aalversupen. In dieser Chronik ist Fockbek die Heimat des Hauses Aad Fock.

Das ehemalige Bahnhofsgebäude von Fockbek an der Strecke Rendsburg–Husum
Foto: Mef.ellingen, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.

Die Eider

Die Untereider führt von der Gegend bei Kiel westwärts über Rendsburg, Fockbek und Friedrichstadt bis nach Tönning an der Nordsee. Vor dem Kanalbau wirkte die Tide bis über Rendsburg hinaus. Bis ins 19. Jahrhundert war der Fluss die wichtigste Wasserstraße der Region. In der Überlieferung ist er Adriaans Reiseweg und der Fluss, dessen Hochwasser Wiebkes Hof und Handel bedrohten.

Weite Niederung an der Untereider mit Schilf und Weiden
Foto: Kommentator1989, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
Die Untereider bei Rendsburg, breit und ruhig zwischen Wiesen
Foto: Jürgen Oetting, Wikimedia Commons, Public domain.

Rendsburg

Rendsburg liegt an der Eider östlich von Fockbek. Die Stadt besaß Markt und Hafen an Ober- und Untereider; alte Packhäuser erinnern an den Handel. Adriaan brachte den entkommenen Aal hier auf den Markt. In der Überlieferung sitzen in Rendsburg auch jene Kaufleute, die über die Fockbeker spotteten.

Altes Packhaus an der Untereider in Rendsburg, gespiegelt im Wasser
Foto: Frank Vincentz, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.

Friedrichstadt

Friedrichstadt wurde 1621 von holländischen Glaubensflüchtlingen gegründet. Die Stadt an Eider und Treene ist von Grachten, Treppengiebeln und ihrem Marktplatz geprägt. In dieser Chronik ist sie die Herkunftsstadt des Eiderschiffers und Aalhändlers Adriaan Focke.

Der Marktplatz von Friedrichstadt mit dem Brunnen und den Treppengiebelhäusern
Foto: Whgler, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
Luftbild der Eider bei Friedrichstadt bei Ebbe, mit trockengefallenen Ufern
Foto: Federal Waterways Engineering and Research Institute, Wikimedia Commons, CC BY 2.0.

Kiel

Kiel ist eine Stadt an der Ostsee. Adriaan baute von Fockbek aus einen Aalhandel auf, dessen Lieferungen bis Kiel reichten. In der Überlieferung bezeichnet die Stadt damit das östliche Ziel dieses Handels.

Die Kanäle

Der Eiderkanal wurde von 1777 bis 1784 gebaut und verband die Eider mit der Kieler Förde. In den 1830er Jahren lieferte Claus Aad Fock Holz und Findlinge für seinen Ausbau. Der Kanal ist deshalb ein Schauplatz seines Unternehmensdrangs.

Der Nord-Ostsee-Kanal wurde von 1887 bis 1895 gebaut und ersetzte den Eiderkanal. Claus hatte früh auf diesen späteren Kanal gesetzt. In der Überlieferung steht er für eine Hoffnung, die ihrer Zeit weit voraus war.

Die Orte auf dieser Seite sind echt. Die Fotos stammen von Wikimedia Commons; die jeweiligen Urheber stehen unter den Bildern. Diese Chronik selbst ist Erzählung.